4. BIM Symposium Rheinland-Pfalz an der Technischen Universität Kaiserslautern

Am 16. Oktober 2018 fand das 4. BIM Symposium Rheinland-Pfalz an der Technischen Universität Kaiserslautern statt. Die Federführung der Veranstaltung lag beim Fachgebiet Baubetrieb und Bauwirtschaft unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Karsten Körkemeyer. Thema des BIM-Symposiums war der Einstieg in die Digitalisierung des Bauwesens über die gesamte Wertschöpfungskette bis hin zum kompletten Einsatz der Planungsmethode Building Information Modeling. Somit bot die Veranstaltung sowohl Architekten und Ingenieuren als auch öffentlichen Institutionen, Verbänden und Softwareherstellern sowie allen weiteren Interessierten die Möglichkeit zur Weiterbildung und zum Erfahrungsaustausch mit anderen Bauakteuren im Bereich Digitalisierung. Besonders erfreulich: Das Bauforum Rheinland-Pfalz ermöglichte mit einer Spende auch die kostenlose Teilnahme von vielen Studenten.

Mehr als 130 Besucher folgten in zwei Sälen den Vorträgen der interessanten Referentenauswahl in den Blöcken:

  • Bauausführung
  • Projekt-/BIM- und Changemanagement
  • Recht
  • Infrastruktur

#

Über 130 Besuchern bot das Foyer in Gebäude 42 der TU Kaiserslautern ausreichend Raum zur fachlichen Diskussion und zum Erfahrungsaustausch.

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Karsten Körkemeyer eröffnete die Veranstaltung und unterstrich in seiner klaren Botschaft nochmals die Interdisziplinarität der Einführung von BIM. Er hob ausdrücklich die Pionierarbeit des BIM-Clusters Rheinland-Pfalz hervor, in dem alle Stakeholder des Bauprozesses vertreten sind und gemeinsam den interessierten Unternehmen, Institutionen und Personen eine Möglichkeit zur Information und Mitgestaltung bieten. Das Symposium war hervorragend besucht, obwohl oder vielleicht auch weil die Auftragsbücher aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage auf allen Seiten gefüllt sind und die Beteiligten alle Hände voll zu tun haben. „Die andauernd gute Auftragslage zieht entsprechende Folgen für Baupreise und Realisierungszeiträume und damit einhergehend für die Rentabilität der zu realisierenden Immobilien und Bauwerke nach sich. In diesem Zusammenhang tritt oftmals die Vorstellung auf, dass eine Produktivitätssteigerung, wie sie etwa im produzierenden Gewerbe – also der Industrie, durch die Digitalisierung erreicht wird, auch mit BIM im Bauwesen erreicht werden kann.“ Prof. Körkemeyer warnte ausdrücklich vor dieser Vorstellung, da es - im Unterschied zum produzierenden Gewerbe - im öffentlichen Bauwesen in der Regel eine strikte Trennung von Planung und Bauausführung gibt und aus diesem Grund eine weitaus höhere Anzahl von Schnittstellen vorhanden ist, verwies aber auf das große Potenzial der Methode, welches sich auch im Rahmen der Forschungsprojekte am Fachgebiet bewahrheitet hat. Der Leiter des Fachgebietes Baubetrieb und Bauwirtschaft bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und die Bereitschaft der Koordinierungskreismitglieder Rechtsanwältin Frau Dr. Dr. Stefanie Theis (Kunz Rechtsanwälte), Herrn Dipl.-Ing. (FH) Frank Haupenthal, M. Sc. (Verheyen Ingenieure) und Herrn Dipl.-Ing. (FH) Rudolf Müller (Handwerkskammer Koblenz), die Moderation in den unterschiedlichen Blöcken zu übernehmen. Zusätzlicher Dank äußerte er gegenüber der Architektenkammer und der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz, die die Veranstaltung als Weiterbildungsmaßnahme anerkannt haben, sowie den Mitarbeitern des Fachgebietes für die Organisation und Durchführung des Symposiums.

Die Veranstaltung hob sich insbesondere durch die besondere und ausgewogene Mischung aus Praxisbeiträgen und den theoretisch orientierten Beiträgen ab. „Die theoretischen Betrachtungen zu BIM helfen uns bei der Vorbereitung auf die Einführung der Methode enorm und treiben zusätzlich die Grenzen von technischen Realisierbarkeiten weit voran. Die praktische Umsetzung offenbart jedoch Herausforderungen, die lediglich durch den Umgang und das intensive Beschäftigen mit der BIM-Methodik gelöst werden können. Den Bauakteuren soll mit dieser wissenschaftlich-praktisch strukturierten Veranstaltung dieser schwierige Spagat, also die vorab durchgeführten theoretischen Überlegungen mit in die praktische Umsetzung von BIM zu integrieren, erleichtert werden.“, so Herr Aqib Rehman, M. Sc., Hauptorganisator der Veranstaltung und wissenschaftlicher Mitarbeiter sowie Doktorand im Fachgebiet Baubetrieb und Bauwirtschaft in seinem Eröffnungsvortrag über die Anforderungen an die Bauakteure durch die Einführung von BIM in öffentlichen Bauverwaltungen.

Als Vorbereitung für die weiteren Vorträge lenkte der Wissenschaftler das Augenmerk auf die Umsetzung der BIM-Methodik in den einzelnen Unternehmen und verwies auf eine eigens durchgeführte Umfrage, welche zeigte, dass die kleinen und mittelständischen Unternehmen in Rheinland-Pfalz, die bereits BIM nutzen, sich nur zu einem geringen Teil strategisch auf die Einführung vorbereitet haben. Er führte diesen Umstand auf mangelnde Kapazitäten durch eine exzellente Auftragslage sowie das Fehlen von speziell ausgebildetem Personal zurück. Vor diesem Hintergrund wurde ein Zertifizierungskurses an der TU Kaiserlautern (das FG Baubetrieb der TU Kaiserslautern ist einer von 14 offiziellen Weiterbildungsanbietern in Deutschland) nach den Richtlinien von buildingSMART und VDI (VDI/BS 2552 Blatt 8.1) entwickelt. Darüber hinaus wurde die Methode BIM in die studentische Lehre diverser am Bau beteiligter Studiengänge der TU Kaiserslautern bereits eingeführt, um mittelfristig dem bestehenden Informationsmangel über die Anforderungen an die Bauakteure bei der Verwendung von BIM, auch auf Auftraggeberseite, entgegenzuwirken. Aus diesem Grund entwickelte er kurze pragmatische Handlungsempfehlungen, die sich zunächst einmal darauf beschränken, Klarheit über die eigenen konventionellen IST-Prozesse zu verschaffen und diese strukturiert zu dokumentieren, um eine gemeinsame Grundlage für die Entwicklung eines BIM-Prozesses im Rahmen einer BIM-Beauftragung zu schaffen.

Block „Bauausführung“

Im Block Bauausführung wies Dipl.-Ing. Rudolf Müller von der Handwerkskammer auf die kleinteilige Struktur insbesondere im Handwerkerbereich hin und stellte klar, dass auch die vornehmlich kleinen Unternehmen im Prozess der Digitalisierung mitgenommen werden müssen. Dieser Gedanke wurde im Rahmen des Vortrages von Herrn Michael Heil weiter vertieft, der in seinem Vortrag die Chancen, Möglichkeiten und Entwicklungspotentiale im Handwerkerbereich durch die Digitalisierung erläuterte. Herr Reitschmidt, M. Eng. berichtete über ein interessantes BIM-Projekt im Innenausbau und über die wertvollen Erfahrungen, die durch dieses Projekt in der BIM-basierten Abwicklung gewonnen werden konnten. Herr Dr.-Ing. Krause erläuterte die Philosophie der Wayss & Freytag Ingenieurbau AG im Bezug auf BIM und präsentierte interessante Einblicke in Herausforderungen bei der praktischen Umsetzung von großen BIM-Projekten im Infrastrukturbereich und vermittelte damit wertvolles, praxisrelevantes Wissen.

Block „Infrastruktur“

Im Block Infrastruktur griff Herr Haupenthal als Geschäftsführender Gesellschafter eines mittelständischen Ingenieurbüros nochmals den Gedanken auf, dass die Kenntnis über den eigenen Prozess den Schlüssel zur Beschäftigung mit der BIM-Thematik darstellt. Er führte weiterhin aus, dass die BIM-Methodik das Potenzial für erhebliche Kosten- und Ressourceneinsparungen bietet, sofern der Prozess, den er in den Vordergrund stellte, auch von allen am Bau beteiligten Akteuren gelebt wird. Prof. Dr.-Ing. Körkemeyer referierte in seinem folgenden Vortrag über das Forschungsthema „PBK Bau“ und führte zunächst die Notwendigkeit einer einheitlichen Datenstrukturentwicklung im Tiefbau an, die u.a. aufgrund des außerordentlich hohen Vermögenswertes bereits teilweise durchgesetzt werde, aber noch keine BIM-Anbindung besitzt. Herr Daniel Walter, M. Sc., Informatiker und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet erläuterte die Herangehensweise an diese Datenstruktur durch die Entwicklung eines parametrisierten Bauteilkataloges im Leitungstiefbau über den gesamten Lebenszyklus hinweg in einer eigens dafür vorgesehenen Datenbank. Insbesondere im Infrastrukturbereich wurde das Thema der parametrisierten Ausgestaltung von Linienbauwerken als wichtiges und zuverlässig einsetzbares Instrument für Infrastrukturplanungen angeführt. Dies wurde ebenso von Herrn Dr.-Ing. Tobias Rahm von der ZPP Ingenieure AG, Bochum bestätigt, welcher über die Erfahrungen eines leistungsfähigen Ingenieurbüros bei der Planung diverser Infrastrukturpilotprojekte mit BIM-Einsatz (z.B. Fehmarnsundquerung) und den Einsatz von parametrischer Modellierung referierte. Einen erfrischenden Einsatz bei der Betrachtung von BIM lieferte Prof. Dr.-Ing. Wirth, der von einer Infrastrukturbaustelle in Tschechien berichtete, in welcher das BIM-Modell zusätzlich auch als Kommunikationsmittel zur Überwindung von Sprachbarrieren gedient hat.

Block „Projekt-, BIM- und Changemanagement“

Das Themengebiet Projekt-, BIM- und Changemanagement wurde von Herrn Prof. Dr.-Ing. Körkemeyer sowie von Herrn Dipl.-Ing. Philipp Müller, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Baubetrieb und Bauwirtschaft, moderiert. Neben dem Einführungsvortrag von Herrn Aqib Rehman, M. Sc. zu Beginn der Veranstaltung brachte der Vortrag von Herrn Dr. rer. nat. Wolfgang Eber eine interessante neue Sichtweise aus der Systemtheorie auf die Thematik. In seiner kritischen Würdigung beschäftigte er sich ausgehend von einem mathematischen bzw. systemtheoretischen Ansatz mit dem Thema BIM und gelangte so zu interessanten Ergebnissen. Weiterhin berichtete Prof. Dr.-Ing. Böttcher über die bestehenden Partnerschaften im trinationalen Studiengang Baumanagement und den BIM-Projekten, die dort im Bereich Projektmanagement bereits abgewickelt worden sind. Jaroslaw Siwiecki, M. Sc. konkretisierte in seinem Vortrag die Details zur Prozessorientierung im Bauwesen und stellte hierbei einen elementaren Kulturwandel in seinem Vortrag fest.

Block „Recht“

Im Block Recht verwies die Moderatorin Frau Rechtsanwältin Dr. Dr. Theis auf das große Interesse im rechtlichen Bereich an die Bewertung und Prognose von Bauablaufstörungen. Herr Ralf Gnerlich, M. Sc. setzte mit seiner noch nicht abgeschlossenen Dissertation genau an diesem Thema an. Er erläuterte, wie durch Simulationen auf Grundlage von Building Information Modeling im Rahmen von baubetrieblichen Gutachten die Kausalitäten von Störungen des Bauablaufes beurteilt werden können. Weiterhin referierte Herr Michael Weller, Ass. jur. über das Thema IT-Compliance im Umfeld des Bauwesens und die weiteren Entwicklung im Bereich „Recht und Digitalisierung“.

Im abschließenden Block stellte Architekt Arne Rikowski von Obermeyer Planen + Beraten GmbH zwei interessante Großprojekte im Bereich des Krankenhausbaus in den Vereinigten Arabischen Emiraten vor. Dabei standen die Komplexität und die Vorteile mit BIM für die Arbeitsweise und auch das Unternehmen in der Abwicklung des Projektgeschäftes im Vordergrund.

Gemeinsam resümierten die beiden Universitätsprofessoren Prof. Dr.-Ing. Körkemeyer (Baubetrieb und Bauwirtschaft) sowie Prof. Dr.-Ing. Glock (Massivbau) die Kernbotschaften des Symposiums und wiesen nochmals auf die Interdisziplinarität sowie die großen Chancen für das Bauwesen durch die Digitalisierung hin.
Das Fachgebiet Baubetrieb und Bauwirtschaft bedankt sich bei allen Sponsoren, Helfern, Moderatoren, Referenten und Gästen für die Unterstützung bei der gelungenen Veranstaltung!

Aqib Rehman M. Sc.
Technische Universität Kaiserslautern


BIM-Cluster-Treffen Landschaftsarchitektur und Vermessung

Zum BIM-Cluster Treffen „BIM - nicht nur für Landschaftsarchitekten“ hatte die Architektenkammer Rheinland-Pfalz am 27. August 2018 eingeladen. Sie richtete sich hauptsächlich an Landschaftsarchitekten und Vermesser. Knapp 50 Teilnehmer lauschten den drei Vorträgen.
Der erste Vortrag von Herrn Prof. Dr. Thon, „BIM in der Landschaftsarchitektur“, befasste sich mit den Grundzügen von BIM. Professor Thon vermittelte Basiswissen und erläuterte zahlreiche Fachbegriffe. Er hat den einzigen bisherigen Lehrstuhl zum Thema in Geisenheim inne.

Im zweiten Vortrag „Grundlagenermittlung durch zeitgemäße Vermessungstechnik“ zeigte Dipl.-Ing. Martin Petry, Vermessungsingenieur aus Solch, zahlreiche Praxisbeispiele und erläuterte die aktuellen Potentiale und Kombinationsmöglichkeiten von klassischen Aufmaßverfahren, Fotogrammmetrie und Scans.
Er zeigte Anwendungsfelder wie z.B. die Optimierung von Tragstrukturen durch Aufmaß der Verwindung bei unterschiedlicher Belastung, den Einsatz zur Baustellendokumentation, sowie das Aufmaß mehrerer Burgen zur Grundlagenermittlung und Dokumentation für denkmalpflegerische Arbeiten.

Im Anschluss berichtete Prof. Dr. Ing. Erich Wieser in Vertretung von Frau Dr. Beckefeld von den neuesten Entwicklungen der Digitalisierung im Vermessungsamt Wiesbaden. Herr Dr. Wieser ist Professor an der TU Darmstadt und Leiter der Abteilung Stadtvermessung.
Frau Dr. Beckefeld hatte bereits 2016 vom 3D-Aufmaß der Stadt berichtet. Professor Wieser zeigte neue detailliertere Vermessungsmethoden und Anwendungsfelder wie z.B. Hochwasserszenerien auf. Sein Ziel ist es, eine Verknüpfung der GIS Datensammlung mit dem 3-D-Modell zu entwickeln. Die Daten stehen allen Planern zur Verfügung und können im Tiefbau- und Vermessungsamt Wiesbaden abgerufen werden. Perspektivisch wird die Anbindung an andere Ämter gewünscht, so dass auch Informationen zum Tiefbau mit in das Stadtmodell einfließen.

Im Anschluss der Vorträge fand ein reger Austausch von Teilnehmern und Referenten statt. Das nächste BIM-Cluster-Treffen zum Thema „Handwerk und Digitale Ausführung“ findet am 5. Dezember bei der HWK Koblenz statt.

Birgit Maack, Architektenkammer Rheinland-Pfalz


BIM-Cluster-Treffen in Bad Kreuznach

Am 19. Juni 2018 fand im Ingenieurbüro Verheyen in Bad Kreuznach ein BIM-Cluster-Treffen mit dem Schwerpunkt „Infrastruktur“ statt. Zunächst referierte Dipl.-Ing. Bernhard Bock von OBERMEYER Planen + Beraten GmbH, Kaiserslautern. Er richtete seinen Fokus auf die Skaleneinordnung und den Gültigkeitsbereich, auf Modellanalogien sowie auf Vorgaben und Datenbereitstellung bei BIM in der Infrastruktur. Außerdem stellte er aktuelle BIM-Infrastrukturprojekte bei OBERMEYER vor. Aus seiner Sicht funktioniert BIM in der Infrastruktur und kann auch als IFC-Modell übergeben werden. Derzeit würden aber noch individuelle Typen und Eigenschaften verwendet, da es noch keine standardisierten Typen und Eigenschaften für BIM in der Infrastruktur gibt.

#

Volles Haus beim Gastgeber Ingenieurbüro Verheyen in Bad Kreuznach.

Dipl.-Ing. (FH) Mathias Steitz von VERHEYEN-INGENIEURE legte im Anschluss den aktuellen Stand des BIM-Pilotprojekts RLP - Brücke über die Prüm bei Minden dar, bei dem die Anwendung der BIM-Methode im Wirkungsbereich des Landesbetriebs Mobilität erprobt wird. Die für die Bauwerksmodellierung erforderlichen CAD-Software ist vorwiegend für den Einsatz im Hochbau ausgelegt und kann die Raumkurve als Bezugskoordinatensystem in der Brückenmodellierung nicht direkt verwenden. Im Rahmen des Vortrags wurde die Anwendung des visuellen Programmierwerkzeugs Dynamo als mögliche Alternative zur achsbezogenen Konstruktion vorgestellt. Die Straßenachse wurde aus dem Deckenbuch ausgelesen und als Spline programmiert. Die achsabhängigen Brückenelemente wurden dann für die Bearbeitung mit Revit parametrisch erzeugt.

Andreas Verfürth, Sales Manager der SOLIBRI DACH GmbH in Hamburg zeigte, wie mit der Qualitätssicherung von BIM-Modellen die Planungsqualität der Projektbeteiligten, der Informationsaustausch zwischen den Projektbeteiligten und dem Auftraggeber sowie die Verwertung von Informationen im Rahmen der BIM-Arbeitsmethodik zweifelsfrei optimiert werden können. Die Erfüllung des legitimen Anspruchs der Auftraggeber, selbstverständlich auch der Planer, nach einer Qualitätssicherung für das beauftragte Bauwerk auf hohem - im besten Fall auf höchstem Niveau - ist allerdings insbesondere bei komplexen Projekten nur mit einer dafür explizit geeigneten Softwarelösung möglich. Anhand des präsentierten wertvollen Basiswissens zum Thema Qualitätskontrolle / Qualitätssicherung und des Solibri Model Checkers wurde dies anschaulich dargestellt.

Sowohl nach den Vorträgen als auch beim abschließenden Get together kamen die Teilnehmer angeregt ins Gespräch und vertieften ihre Erkenntnisse. Moderiert wurde die Veranstaltung vom Gastgeber Dipl.-Ing. (FH) Frank Haupenthal M. Sc. und der Cluster-Sprecherin Dipl.-Ing. (FH) Wilhelmina Katzschmann.

Das nächste BIM-Cluster-Treffen findet am 27.08.2018 zum Thema Landschaftsarchitektur und Vermessung in der Architektenkammer Rheinland-Pfalz statt.

Architekten und Ingenieure kooperieren bei BIM-Fort- und Weiterbildung

Höchste Qualität von Anfang an: Bundesarchitektenkammer und Bundesingenieurkammer vereinbaren gemeinsame Standards

Bundesarchitektenkammer (BAK) und Bundesingenieurkammer (BIngK) vereinbarten am 23.01.2018 die Zusammenarbeit für die Fort- und Weiterbildung von Architekten und Ingenieuren im Bereich des digitalen Planens. „Angesichts der Vielzahl der Anbieter von Fortbildungen ist die Formulierung gemeinsamer Standards zur Sicherung der Qualität im Sinne der planenden Berufe geboten“, so die Präsidentin der Bundesarchitektenkammer, Barbara Ettinger-Brinckmann. Der Präsident der Bundesingenieurkammer, Hans-Ullrich Kammeyer, wies bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung darauf hin, dass die Planer am Anfang jedes Planungsprozesses stünden: „Daran wird sich auch durch BIM nichts ändern. Für die Generierung der maßgeblichen Daten zur Erstellung des BIM-Modells sind nach wie vor die Planer verantwortlich. Die Daten für die Planung von Bauten und Bauwerken speisen sich zudem aus verschiedenen Quellen. Umso unerlässlicher ist die koordinierende Funktion im BIM-Prozess“. Ettinger-Brinckmann betonte, dass Architekten und Ingenieure aus guten Gründen auch weiterhin an der Aufgabenteilung zwischen Planung und Bauausführung festhielten: „Das Konzept der unabhängigen Planung hat sich im Hinblick auf Qualität und Kosten bewährt. Planungsseite und Ausführungsseite kooperieren eng und kollegial miteinander, müssen aber im Interesse des Bauherrn auch weiterhin wirtschaftlich und organisatorisch eigenständig bleiben.“

Die von den Architekten- und Ingenieurkammern deutschlandweit angebotenen Fortbildungsbasisseminare beruhen auf der buildingSMART/VDI Richtlinie 2552 Blatt 8.1 und garantieren damit höchste Weiterbildungsqualität. Der nächste Schritt ist die Entwicklung des Curriculums für einen Vertiefungskurs auf Grundlage der demnächst abgeschlossenen buildingSMART/VDI Richtlinie 2552 Blatt 8.2 ff.

Gemeinsame Pressemitteilung der BIngK und BAK vom 23. Januar 2018

Link: Kooperationsvereinbarung

#

Barbara Ettinger-Brinckmann (Präsidentin der Bundesarchitektenkammer) und Hans-Ullrich Kammeyer (Präsident der Bundesingenieurkammer) unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung zu einheitlichen Standards in der BIM-Fort- und Weiterbildung.
Bildquelle: Uwe Steinert